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Der Büchertausch findet immer mehr Freunde in Deutschland

Wer meint, Menschen, die gerne lesen seien wenig in Bewegung, der irrt. Als Beweis dafür gilt mit Sicherheit das immer beliebter werdende “Bookcrossing“. Am 21. April 2001 hatte der Amerikaner Ron Hornbaker die Idee, Bücher “in die Freiheit zu entlassen”. Er hatte die Vision eines freien Buchclubs. Hornbaker fühlte sich dabei stark von der Internetseite “Where´s George” inspiriert. Mithilfe dieser Site kann die Zirkulation von amerikanischen Geldscheinen verfolgt werden. Die deutsche Resonanz auf diese Idee war am Anfang nicht sehr groß. Nachdem aber einige bekannte Zeitschriften und Zeitungen über den Büchertausch berichtet hatten, wurde dieser “Sport” immer beliebter. In Deutschland gibt es mittlerweile rund 25.000 Mitglieder, die das Tauschen von Büchern auf diese Weise praktizieren. Über 3.500 Bücher sind zur Zeit in Deutschland im Umlauf.

Wie funktioniert der Büchertausch?

Bei dem Büchertausch geht es darum, Bücher kostenlos an andere Personen weiterzugeben. Auf der Website dieses weltweiten, offenen Buchclubs können sowohl der Weg des jeweiligen Buches als auch alle vorherigen Besitzer nachvollzogen werden. An dem Büchertausch Programm teilzunehmen, ist keine komplizierte Angelegenheit. Von einem angemeldeten Mitglied wird das Buch auf der Internetseite registriert und mit einer speziellen Identifikationsnummer versehen. Gleichzeitig ist es auf einer eigenen Unterseite für dieses Buch möglich, Kommentare zu diesem Werk zu hinterlassen. Danach ist es wichtig, das Druckwerk selbst noch mit der Identifikationsnummer zu versehen.

Und dann kann der eigentliche Spaß auch schon losgehen. Weitergegeben wird die Publikation an Freunde oder Bekannte. Oder aber das Buch wird einfach in der Öffentlichkeit an einem bestimmten Ort hinterlegt. Einige Exemplare werden auch einfach irgendwo liegen gelassen. Diesen Akt nennt man “release”, also freilassen. Er kann ebenfalls auf der Internetseite eingetragen werden, damit die Möglichkeit besteht, dass Interessenten sich auf die Suche nach dem Exemplar begeben können. Wenn das Schriftstück dann gefunden wurde, vermerkt der aktuelle Besitzer den Fund auf der Website. Der Registrar des Buches, sowie alle anderen Vorbesitzer werden per Email über den Fund informiert. Tatsächlich aber wird bei weitem nicht jedes Buch gefunden. Einige gelten als verschollen, andere sind sogar nie wieder aufgetaucht.

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