Test & News | Aktuell & unabhängig

Greenpeace: AKW-Katastrophe in Japan weiterhin dramatisch

Die internationale Umweltorganisation Greenpeace warnt vor einer Verharmlosung der Atomkraftwerk-Katastrophe in Japan. Nach Angaben von Christoph von Lieven, Greenpeace Experte, sei die aktuelle Strahlenbelastung von Fukushima schlimmer, als der AKW Betreiber Tepco zugibt. Des Weiteren ist er der Meinung, dass die Angaben sowie die Schadensbekämpfungsmaßnahmen von Tepco nicht wissenschaftlich fundiert sind und daher auf ungewissen Grundlagen basieren. Augrund der Tatsache, dass in Fukushima immer noch Radioaktivität freigesetzt wird, wirft Greenpeace Tepco Unseriösität und das Verbreiten von Fehlinformationen vor.

Greenpeace kritisiert das Verhalten von Tepco

Wie groß der verursachte Schaden tatsächlich ist, kann aber auch Greenpeace momentan noch nicht mit Gewissheit bestätigen. Eines scheint jedoch für die Umweltaktivisten klar zu sein: Der Schaden hat Ausmaße erreicht, die weltweite Auswirkungen mit sich ziehen. Für Greenpeace steht fest, dass die Welt noch Jahre lang mit den Folgen der Katastrophe zu kämpfen haben wird und dass die Hintergrundstrahlung global weiter ansteigen werde. Ebenso ist für Christoph von Lieven klar, dass einige Lebensmittel von der Strahlung zukünftig betroffen sein werden. Außerdem kritisiert von Lieven, dass Tepco mit der aktuellen Situation nicht richtig umgehen könne und der Stromkonzern die Schadensbehebung nicht ausreichend angegangen würde.

Obwohl der Tepco versucht, die austretende Strahlung zu reduzieren, scheinen keine großen Fortschritte zu geschehen. Greenpeace fordert weiterhin, dass die Evakuierungszone, welche momentan bei 30 Kilometer liegt, unbedingt erweitert werden müsse, um schlimmeren Schaden zu vermeiden. Ferner würde Greenpeace es begrüßen, wenn Tepco und die japanische Regierung aufgrund ihres Fehlverhaltens nun unabhängige und professionelle Fachleute mit dem Problem beauftragen würden, so dass man die AKW Katastrophe von Fukushima schnellstmöglich in den Griff bekommt. Eines steht jedoch fest: Egal wer das Problem nun in die Hand nimmt, es sollte allen Beteiligten klar sein, dass das AKW Unglück unermesslichen Schaden mit sich bringen kann und dass es dringlichst erforderlich ist, alles in der Macht stehende zur Schadensbekämpfung beizutragen.

No tags

No comments yet.

Leave a Reply

<<

>>

September 2019
M T W T F S S
« Mar    
 1
2345678
9101112131415
16171819202122
23242526272829
30