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Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung für Cees Nooteboom

Der Träger des diesjährigen Literaturpreises der Konrad-Adenauer-Stiftung ist der niederländische Schriftsteller Cees Nooteboom. Der Präsident des deutschen Bundestages, Norbert Lammert, würdigte den niederländischen Autor in seiner Laudatio als “glänzenden Schriftsteller von internationalem Rang”. Der Schriftsteller sei ein “leidenschaftlicher Europäer und Humanist”, sagte Lammert in seiner Rede. Weiterhin betonte Lammert, das Werk des 77-jährigen sei “jenseits von Ideologien und verengenden Weltanschauungen”. Nooteboom selbst sagte in seiner Rede, dass es wichtig sei, “in Zeiten großer Turbulenzen und eines medial angeheizten Nationalismus” den eigentlichen Gedanken, den Europa ausmache, nicht aus den Augen zu verlieren.

Die Jury würdigte den Niederländer mit dem Literaturpreis für seine Virtuosität. Er schöpfe aus der Erfindungskraft und sei ein politisch sehr wacher Zeitzeuge, sowie ein “philosophierender Poet”. Seine zahlreichen Schriften stünden für die kulturelle Vielfalt Europas und würdigten die europäische Wertetradition. Cornelis Johannes Jacobus Maria Nooteboom wurde am 31. Juli 1933 in Den Haag in den Niederlanden geboren. Er war auch als Journalist und Literaturkritiker tätig. Außerdem schuf er zahlreiche Novellen, Reiseberichte, Romane und Gedichte. Nootebooms Debütroman aus dem Jahr 1955 mit dem Titel “Philip und die anderen” wurde bereits mit dem Anne Frank Preis ausgezeichnet. International wurde der Autor mit dem Roman “Rituale” aus dem Jahr 1980 bekannt. Er besitzt unter anderem zwei Ehrendoktor-Titel. Nooteboom lebt mit seiner Ehefrau Simone Sassen in Amsterdam und auf Menorca.

Infos über den renommierten Literaturpreis

Seit 1993 wird jährlich in Weimar der Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung vergeben. Ins Leben gerufen wurde der Preis von dem Vorsitzenden der Konrad-Adenauer-Stiftung, Ministerpräsident Dr. Bernhard Vogel. Ausgezeichnet werden Autoren, die “der Freiheit ihr Wort geben” und deren Werke von “politisch-gesellschaftlicher Bedeutsamkeit” sowie von “ästhetisch-literarischer Qualität” zeugen. Die Stiftung hat es sich zur Aufgabe gemacht, “politisches Handeln an den Grundwerten der Freiheit und des Friedens zu orientieren”. Weiterhin soll Politik in Offenheit und Toleranz praktiziert werden, sowie Menschen mit Begabungen gefördert werden, die wissenschaftliche und öffentliche Relevanz haben. Dieser Literaturpreis ist mit 15.000 Euro dotiert.

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