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Wertvolle Kunstwerke von Pablo Picasso in Garage gelagert

Pierre Le Guennec hat viele Jahre lang 271 bislang unbekannte, nicht klassifizierte und in keinem Kunstband abgebildete Werke des weltberühmten Künstlers Pablo Picasso in seiner Garage gelagert. Der rüstige Rentner gibt an, die wertvollen Kunstobjekte von dem Maler Anfang der 70er Jahre geschenkt bekommen zu haben. Zu dieser Zeit habe Pierre Le Guennec bei dem berühmten Maler als Elektriker gearbeitet. Er habe für den Künstler in seinen südfranzösischen Wohnungen und Ateliers Alarmanlagen und andere Gerätschaften installiert. Da das Ehepaar aber nichts von Kunst verstehe, habe man die Werke, die Le Guennec von Pablo Picasso persönlich in einem Müllsack ausgehändigt worden seien, einfach in der heimischen Garage in dem Ort Mouans-Sartoux in den Hügeln hinter Cannes aufbewahrt.

Im September allerdings machten Pierre Le Guennec und seine Frau Danièle sich mit den 271 Werken auf den Weg nach Paris zu Claude Picasso, einem Sohn Pablo Picassos, der den Nachlass des Künstlers verwaltet. Sie zeigten ihm die zahlreichen Kunstwerke. Picassos Sohn konnte die Verwunderung darüber nicht verbergen, denn vor ihm lagen unter anderem neun kubistische Collagen, ein Aquarell aus Picassos blauer Periode, 15 Studien zu “Die drei Grazien” und ein Porträt seiner ersten Frau Olga. Außerdem hatte das Ehepaar verschiedene Landschaftsbilder mitgebracht. Zahlreiche andere Zeichnungen und Lithographien sowie Blöcke mit Skizzen hatten die beiden ebenfalls im Gepäck. Pierre Le Guennec hatte bereits im Januar 26 Fotos von angeblichen Picasso Kunstwerken per Post geschickt und darum gebeten, Echtheitszertifikate dafür auszustellen. Le Guennec musste sich einer Krebsoperation unterziehen und wollte seinen Nachlass geregelt wissen.

Echtheit von Picassos Werken bestätigt

Laut Picasso schienen die Werke auf den Fotografien echt zu sein. Le Guennec schickte im Frühjahr viele weitere Fotos, woraufhin der Nachlassverwalter skeptisch wurde. Im September prüfte der Sohn des Künstlers die Werke. Für ihn bestand kein Zweifel daran, dass sie echt sind. Allerdings war er ebenso davon überzeugt, dass er es mit Diebesgut oder Hehlerware zu tun hatte. Anfang Oktober wurden die kostbaren Werke in Mouans-Sartoux beschlagnahmt. Das Ehepaar Le Guennec wurde vorläufig festgenommen, aber wieder auf freien Fuß gesetzt, als Pierre Le Guennec den Beamten versicherte, die Kunstwerke geschenkt bekommen zu haben. Die Ermittlungen in diesem ungewöhnlichen Fall laufen. Die Kunstwerke befinden sich jetzt sicher gelagert in der Nähe von Paris.

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